Nicht jedes Übel, das Japan heimsucht, lässt sich durch bloßes Prügeln vertreiben. Manchmal muss spirituelles Feingefühl her! Die Unreinen, Monster aus der Unterwelt Magano, greifen die Menschenwelt an und müssen vertrieben beziehungsweise exorziert werden. Genau darum kümmern sich die Onmyoji.

 

 

Rokuro Enmado war solch ein Onmyoji. Er träumte davon, der Stärkste zu sein und alle Unreinen auszulöschen. Doch ein tragischer Zwischenfall hält ihn davon ab, diese Tätigkeit weiter auszuführen. Nun sucht er nach einer neuen Bestimmung, oder nach einer Freundin, was auch immer als erstes kommt. Beides will allerdings nicht so recht funktionieren. Dafür trifft er eines unverhofften Tages auf Benio Adashino, die einfach von Himmel fällt. Damit kreuzen sich die Wege derer, die einmal als „Onmyojis der Zwillingssterne“ bekannt werden.

 

Mit Rokuro Enmado haben wir einen klassischen Shounen-Protagonisten, welcher charmant leicht verpeilt durch die Welt rennt. Er ist, wenn es darauf ankommt,  zuverlässig und ist natürlich eine der stärksten Figuren dieser Geschichte. Benio Adashino ist eine stille und nicht weniger talentierte Onmoyoji, ebenfalls getrieben vom Wunsch alle Unreinen zu läutern. Sie sieht in Rokuro nur einen Nichtnutz, der nicht einmal die einfachsten Dinge schafft. Ihre einzige persönliche Schwäche liegt derweil wohl in der Küche.

 

Twin Star Exoricists führt uns in gängiger Shounen-manier in die Welt der Exorzisten ein. Anfänglich geht es noch um kleine Probleme, die durch Unreine hevorgerufen werden, doch sehr bald wird uns die Bedeutung des Titels klar und wir erfahren von einem weitaus größerem Übel. Storytechnisch kann man dem ersten Band nichts vorwerfen. Alle Figuren werden vorgestellt und deren Wesenszüge schnell klar, man bekommt einen guten Überblick in welche Richtung die Story gehen wird.

 

Die Zeichnung sind schön, sauber und meist mit einem stimmigen Hintergrund ausgestattet. An einigen Stellen werden die Hintergründe weggelassen, um die Action mehr in den Fokus zu rücken. Diese Lösung wirkt leider stellenweise lieblos und leer. Doch wo Hintergründe gezeichnet sind, erzeugen diese eine richtig schöne Atmosphäre. Bei den Figuren wurden meist die Schatten im Gesicht gespart, erst bei den Nahaufnahmen oder emotionalen Szenen werden welche eingesetzt. Spart viel Zeit, aber lässt die Gesichter sehr flach wirken.

 

Twinstar Excorcists ist bereits Yoshiaki Sukenos zweites Werk, dass auch als Anime adaptiert wurde. Binbougami ga! befasst sich mit einem Mädchen, welches das Glück das Welt gepachtet zu haben scheint und eine niedere Gottheit versucht dieses Ungleichgewicht zu korrigieren.

 

Mit Twin Star Exorcists hat man einen klassischer Shounen-Manga, mit allen Elementen, die man erwartet. Er versucht ein wenig in die Fußstapfen von Bleach oder Blue Exorcist zu treten, schafft es meiner Meinung nach jedoch nicht, da mir noch das gewisse Etwas fehlt. Vielleicht bringt der zweite Band mehr.

 

Autor: Yoshiaki Sukeno
Verlag: Panini Comics
Seitenanzahl: 212, Softcover
Erstveröffentlichung: 22.03.2016
Bildquelle: Panini Comics
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