SUPERMANDIELETZENTAGEVONSUPERMAN_Softcover_250Obwohl wir uns im Blog bereits mit einigen Titeln des DC-Rebirths beschäftigt haben, ist ein Blick zurück nie verkehrt. Deshalb geht es heute um die letzte Superman-Geschichte des ehemaligen New-52-Universums, „Die letzten Tage von Superman“. Und dieser Titel kommt nicht irgendwoher, denn: Der Mann aus Stahl stirbt (mal wieder).

 

 

Dabei wird von Anfang an klar gemacht, dass Clark nicht in Ruhe gehen wird. Zwar versucht er immer wieder, sich gebührend von seinen Freunden zu verabschieden, doch da funkt dann ein neuer Schurke dazwischen – der sich für Superman hält, nur mit einer extra Portion Brutalität. So gilt es, den Nachahmer zu fassen, bevor Kal-Els  Lebenslicht ausgeht. 

 

Das alles wird von verschiedenen Zeichnern krachend in Szene gesetzt. Zwar fehlt den Bildern die Physis, wie sie Superman Unchained zeigte, trotzdem bekommt der Leser ein gutes Gefühl für die Intensität. Gerade wenn es gegen Ende zu einem eskalierenden Kampf zwischen verschiedenen Helden und dem Möchtegern-Superman kommt, strahlen die Panel einen förmlich an. Optisch also ganz großes Superhelden-Kino.

 

Und sogar die Geschichte weiß zu überzeugen. Dadurch, dass Superman von seinem Schicksal weiß, kommt es zu verschiedenen Aussprachen. Mit Wonder Woman. Seiner Cousine Supergirl. Und auch mit Batman. Dies sind durchaus gefühlvolle Momente, die gekonnt inszeniert sind. Allerdings können sie nie ihren volle Wucht entfalten, da es sich hier ja um einen Superhelden-Comic handelt und da nun mal gekämpft wird. Statt sich also ganz auf die emotionale Komponente zu stützen, werden immer wieder Kämpfe eingestreut, die zwar gut aussehen, die Narration aber ins Stocken kommen lassen.

 

Außerdem ist der Verlust des Helden vielleicht für die Figuren im Comic tragisch, doch für den Leser kann es egal sein. Etwas früher wurde nämlich im New-52 eine Super-Familie angespült – ein bärtiger Clark Kent, verheiratet mit Lois Lane und Vater eines Sohnes. Der wird hier bereits als neuer Held in Stellung gebracht, was durch das Rebirth-Special noch verstärkt wurde.Durch die starke Einbindung dieser Figur in die Story geht leider etwas Dramatik verloren, kommt einem der Verlust doch nicht allzu schwerwiegend vor.

 

Man hätte sicherlich einiges anders machen können mit „Die letzten Tage von Superman“. Ein interessanter Antagonist wäre zum Beispiel auch eine gute Sache gewesen. Dennoch macht der Band, in dem alle Hefte der Storyline vorhanden sind, durchgehend Spaß, gibt der Figur einen würdigen Abschluss und bietet einen sanften Übergang in die Rebirth-Ära. Und was kann man mehr von einem Helden verlangen?

 

Autor: Pete Tomassi

Zeichnungen: diverse

Verlag: Panini

Seiten: 196, Softcover

Bildquelle: Panini Comics

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