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Ant-Man #2

31. Juli 2017

Pascal

ANTMAN2_Softcover_514Nachdem wir im ersten Band des aktuellen Ant-Man Runs erfahren haben, dass die menschliche Ameise Scott Lang im Gefängnis sitzt, erfahren wir nun im abschließenden zweiten Paperback wie es zu dieser Situation gekommen ist. Dabei endet die zugegebenermaßen kurze Serie selbstverständlich nicht auf dieser deprimierenden Note, sondern liefert uns ein würdiges Finale.

 
Das Uber für Bösewichte, die neue App die der Power Broker auf die Beine gestellt hat, wurde von niemand geringeren als Darren Cross abgekupfert. Seines exklusiven Geschäfts-Konzept beraubt, muss sich der Broker neue Möglichkeiten einfallen lassen um auf dem Markt in Miami bestehen zu können. Warum also nicht stinknormale Bösewichte in Super-Bösewichte verwandeln, mit der eigens dafür entwickelten Transformations-Maschine. Gegen ein entsprechendes Entgelt versteht sich.
 
Das alleine könnte Ant-Man schon Kopfzerbrechen bereiten, aber das richtig große Dilemma soll sich ihm erst noch erschließen. Cassie, seine über alles geliebte Tochter, hat sich vom Power Broker überreden lassen als Stinger bei Darren Cross einzubrechen, um wertvolle Daten zu stehlen und zu zerstören. Dass sie aufgrund ihrer nicht vorhandenen Erfahrung und Naivität natürlich ein leichtes Fressen für den rosa Bösewichten sein wird, ist Scott in der Sekunde klar, in welcher ihm Grizzly und Machinesmith von der Situation berichten.
 
Da Ant-Man natürlich nicht zusehen kann, wie seine Tochter in den Fängen von Darren Cross landet, stellt er kurzerhand eine krude Truppe mittelmäßiger „Super“-Bösewichte zusammen, um mit ihnen beim Schurken einzubrechen. Zu dieser äußerst illusteren Bande zählen unter anderem The Voice, Whirlwind, Magician mit seinen kackenden Tauben und auch Hijacker, der mit seiner höchst speziellen Fähigkeit, normale Fahrzeuge in Super-Fahrzeuge zu verwandeln, für das Flucht-Auto zuständig ist.
 
Dass diese Mission trotz Kompetenz-Team nicht so reibungslos abläuft wie gewünscht, sollte niemanden überraschen. So kann Cassie zwar gerettet werden, aber ein Einbruch bleibt ein Einbruch und nachdem die Polizei vor der Haustür auf die vermeintlichen Verbrecher gewartet hat, muss sich Ant-Man der Justiz stellen, welche ihn erst einmal in Untersuchungshaft steckt. Womit dann auch der fast zwei Paperbacks andauernde Flashback zurück in die Gegenwart gefunden hat..
 
Wie schon der erste Band der Reihe überzeugt auch dieser wieder durch Witz und seinen sympatischen Figuren. Besonders der Humor ist hervorzuheben, denn man muss sich schon wirklich oft das Lachen verkneifen wenn diese Truppe inselbegabter und sozial inkompetenter Bösewichte versucht, Ant-Man dabei zu helfen seine Tochter zu retten. Dennoch kommt die Ernsthaftigkeit nicht zu kurz und man fiebert durchaus mit Scott mit, der ja ein vom Herzen guter Ameisen-Mensch ist, aber aufgrund widriger Umstände dennoch immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gerät.
 
Technisch hat sich im Vergleich zum ersten Band nichts geändert, wer mit dem Zeichenstil seinen Spaß hat wird auch hier wieder begeistert werden. Daher eine absolute Lese-Empfehlung für jeden, der auch am Vorgänger seine Freude hatte. Es ist ein wenig schade dass diese Reihe nach nun zwei Paperback schon vorbei ist, aber mich hat sie komplett überzeugt und ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit Ant-Man.
 
Autor: Nick Spencer
Illustrationen: Ramon Rosanas, Brent Shoonover
Verlag: Panini Comics
Seitenanzahl: 164 Seiten, Softcover
Erstveröffentlichung: DE 05.2017, US: 2016
Storys: Astonishing Ant-Man 7-13
Bild: Quelle Panini Comics
Copyright 2017 by Pascal Worreschk