deadpool-back-in-black-softcover-1502447233Der Symbiont, der damals Peter Parker ein schwarzes Kostüm gab und später zu seinem Erzfeind Venom wurde, ist seit seiner Einführung ein fester Bestandteil  des Marvel-Univerums. Außerdem ist vor allem Venom enorm populär, weswegen es nicht verwundert, dass gerade in den Staaten ein Event mit ihm im Mittelpunkt vorbereitet wird – die bisherigen Vorreiter „Edge Of Venomverse“ machen jedenfalls Lust auf mehr. Die Idee, bekannte Helden und Schurken mit dem Symbionten zu vermischen, ist durchaus interessant und „Deadpool – Back in Black“ könnte man da als eine Art Vorreiter sehen.

 

 

Hier erfährt nämlich der allseits beliebte Söldner mit der großen Klappe, wie sich die Verbindung mit einem Alien so auf die Psyche auswirkt. Dabei wird einfach mal die komplette Origin-Story von Venom ein wenig umgeschrieben. Denn laut des vorliegenden Comics übernahm der Symbiont nicht sofort die Kontrolle über Eddie Brock. Erst hauste er nämlich ein wenig in der Kirche, wurde da aber von der intergalaktischen Kopfgeldjägerin Killer Thrill aufgespürt. So flüchtet unser Blob erst mal und gerät an Deadpool.

 

Die Kombination aus Deadpool und Venom verspricht vor allem eins: Eine ganze Menge Blut. Und obwohl es das ein oder andere heftige Panel gibt (die armen Killer-Häschen), verkommt „Back in Black“ nie zu einer reinen Splatter-Orgie. Dazu passen auch die Zeichnungen, Künstler Salva Espin benutzt trotz der eigentlich dunklen Thematik enorm fröhliche Farben. Am coolsten ist natürlich das Design von „Venompool“, das schwarz-weiße Kostüm sieht einfach schick aus.

 

Erzählerisch hat sich Cullen Bunn („Moon Knight 3„) einen witzigen Kniff ausgedacht. Venompool trifft nämlich auf andere Figuren, die mit Spider-Man in Verbindung gebracht werden. Sein Abenteuer mit dem Power Pack ist leider wenig spannend, aber die Interaktion zwischen ihm und Black Cat sowie Kraven sind teilweise zum schießen komisch. Leider fällt der der überspannende Storybogen um Killer Thrill ziemlich ab, als Antagonistin wirkt sie meist eher langweilig und schlichtweg nicht bedrohlich.

 

Ansonsten bleibt leider nicht viel zu sagen. „Back in Black“ ist für seine Grundidee ein bisschen zu harmlos, auch wenn einige Dinge ganz nett umgesetzt wurden. Letzten Endes ist es nur ein kleiner Einschub in der großen Venom- und Deadpool-Mythologie, mehr will der Comic ja aber auch nicht sein. Als kleiner Appetithappen für zwischendurch kann man das Ding auf jeden Fall mit nehmen.

 

Autor: Cullen Bunn

Zeichner: Salva Espin

Verlag. Panini Comics

Seiten: 116, Softcover

Erstveröffentliichung: DE 22.08.2017

Bildquelle: Panini

 

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