INJUSTICEDASERSTEJAHRBAND2_Softcover_248Nachdem wir im ersten Paperback der Injustice Reihe erfahren haben, aus welchen Motiven heraus sich Superman zum ultimativen Friedens-Diktator entwickelt hat, bekommen wir nun im zweiten Paperback ‚Injustice – Das erste Jahr #2′ zu sehen, wie Batman gemeinsam mit den Helden, die auf seiner Seite stehen, versucht Clark Kent und seine Entourage wieder zur Vernunft zu bewegen. Das Auftauchen eines gewissen Lex Luthors macht dieses Unterfangen aber nicht unbedingt einfacher.

 
Lex Luthor, in diesem alternativen DC Universum ein Freund von Superman, möchte sich den Helden rund um den Mann aus Stahl anschließen, um diese mit seinem Intellekt und seinen wissenschaftlichen Errungenschaften zu unterstützen. Innerhalb kurzer Zeit findet er heraus, womit der eifrigen Friedens-Truppe am ehesten geholfen wäre: Ein spezielles Medikament, welches die Kräfte und Widerstandsfähigkeit normaler Menschen um ein vielfaches multipliziert, soll den Helden in Spe dabei helfen ihre Manpower zu erhöhen, wodurch sie mehr Konflikte als jetzt parallel bekämpfen könnten.
 
Batman, freilich informiert über die Entwicklungen im Hause Superman, muss nun reagieren, sieht er in diesem Mittel die doch recht offensichtliche Gefahr für die Menschheit. Durch ein geschicktes Entführungs-Manöver kann er Hawkgirl gefangen nehmen und Martian Manhunter, welcher das Äußere von Hawkgirl angenommen hat, als Spion in den Justice League Watchtower einschleusen.
 
Parallel zu dieser Entwicklung bekommt es die Menschheit passenderweise auch noch mit einer außerirdischen Bedrohung zu tun. Auf dem Planeten Apokolips macht sich Kalibak, Sohn von Darkseid, dazu bereit eine Invasion der Erde zu starten. Mit einer gigantischen Anzahl außerirdischer Krieger greift er die Erde an und verschafft Superman eine weitere Chance sich als Retter der Menschheit aufzuspielen und Batman in der Öffentlichkeit zu diskreditieren. Richtig lustig wird es dann, als sich noch ein alter Bekannter in das Geschehen einmischt, der den ein oder anderen FRÄGG zu verteilen hat.
 
Der zweite Injustice Paperback, welcher das erste Jahr Injustice auch abschließt, hat mir tatsächlich noch einmal besser gefallen als sein Vorgänger. Nachdem im ersten Band die grundsätzliche Thematik und das Drama etabliert werden musste, haben die Helden nun mehr Freiraum richtig loszulegen. Besonders Batman darf abermals sein fast schon gruseliges Genie unter Beweis stellen, wenn es darum geht alle möglichen Ausgänge eines Konflikts hervorzusehen. Selbstverständlich nimmt er dabei keine Rücksicht auf Gefühle und emotionale Befindlichkeiten, auch nicht der Menschen die ihm am Nähsten stehen.
 
Zudem gibt es auch ein paar philosophische Töne mit Superman im Mittelpunkt, welcher damit kämpft, seine neuen Sichtweisen auch einmal zu hinterfragen. Das Paket richtig rund macht dann das Kapitel mit dem vermutlich besten Kopfgeldjäger der Galaxie, welcher sich mit Harley Quinn rumschlagen darf. In diesem wird natürlich nicht nur dezent am Humor-Regler gedreht. Optisch spielt der Comic im oberen Mittelfeld des modernen Superhelden-Comic mit. Die Illustrationen schaffen es größtenteils die richtige Atmosphäre zu erzeugen, dafür sind viele der reichlichen Action Sequenzen ein wenig steif aufs Papier gebracht.
 
Wer mit dem ersten Injustice Paperback schon seine Freude gehabt hat, der sollte hier auf keinen Fall zögern und sich diesen Comic in sein Regal stellen!
 
Autor: Tom Taylor
Illustrationen: Mike S. Miller, Jheremy Raapack
Verlag: Panini Comics
Seitenanzahl: 236 Seiten, Softcover
Erstveröffentlichung: DE 22.08.2017, US: 2016
Storys: Injustice 7-12 + Annual 1
Bild: Quelle Panini Comics
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